Hundekauf

Wer einen Hund bei sich aufnehmen will, der sollte mit Sorgfalt und Umsicht darangehen. Man muss sich beispielsweise für einen Welpen oder einen erwachsenen Hund entscheiden,
für einen Rüden oder eine Hündin, einen großen oder kleinen Hund, einen Rassehund oder Mischling. Wird ein guter Freund für ein älteres Familienmitglied gesucht, oder für eine Familie mit Kindern? Sind die zukünftigen Besitzer sehr sportlich, oder lieben eher lange Spaziergänge? Man muss sich im Voraus darüber im Klaren sein, dass bereits beim Kauf des Hundes die Verantwortung für das Tier und dessen ganzes Leben übernommen wird. Also sehr sorgfältig einen Hund aussuchen, der in das eigene Leben passt und niemals aus Mitleid ein Tier kaufen!
Bei Fragen berate ich natürlich gerne.

 

Warum ein Hund?

Seit ca. 15 000 Jahren ist der Hund des Menschen treuer Begleiter. Als Rudeltier fügt er sich in die Familie ein und ist Freund, Beschützer, Begleiter, Tröster und Unterhalter. Er übernimmt wichtige Aufgaben in vielen Bereichen, wie z.B. als Blindenhund, Therapiehund, Rettungshund. Aber leider ist er manchmal auch Statussymbol, Sportgerät oder Kindchenersatz. Der wohltuende, psychologische Effekt, der beim Streicheln eines Hundes eintritt, ist bekannt; Stress wird abgebaut und der Blutdruck sinkt. Wir gehen jeden Tag bei jedem Wetter spazieren und treffen sicher auf andere Hundefreunde. Die ganze Familie sollte die Entscheidung zu dem neuen Mitglied gemeinsam fällen. Auch sollten die neuen Aufgaben, bevor der Hund ins Haus kommt, verteilt werden.

Wie alt soll der Hund sein?

Diese Entscheidung gehört zu den ersten, die getroffen werden müssen. Natürlich ist ein Welpe niedlich, vor allem auch für Kinder, aber viele Gründe sprechen dafür, lieber einen erwachsenen Hund zu nehmen.
Wenn Sie nach einem zuverlässigen Begleiter suchen, der Sie von Anfang an auf Schritt und Tritt begleiten soll, so nehmen Sie am besten einen jungen Hund. Ältere Menschen finden an einem stürmischen Welpen oft weniger Gefallen, können aber einem verwaisten, älteren Hund ein liebevolles Zuhause geben.

Welpen

Wenn ein Welpe angeschafft wird, sollte immer jemand zu Hause sein, denn ein Hundebaby kostet viel Zeit, Schlaf und Nerven. Dadurch entwickelt sich eine gute Bindung, außerdem kann der Hund sich so an das neue Heim gewöhnen und muss auch stubenrein werden. Die Erziehung beginnt beim Einzug. Und es ist auch so schon eine aufregende Sache für ihn, von Mutter und Geschwistern getrennt zu sein. Wenn er jetzt noch für längere Zeit allein gelassen wird, ist es für ihn überhaupt nicht gut. Die 8. Woche ist ein guter Zeitpunkt einen Welpen ins Haus zu holen.

Ältere Hunde

Wird ein älterer Hund bevorzugt, so wäre es gut, wenn er Haus oder Wohnung schon gewöhnt ist. Man sollte herauszufinden versuchen, warum der Hund ein neues Zuhause braucht. Ruhig kritisch hinterfragen, und ihn erst näher kennen lernen. Ist er nervös, aggressiv oder verängstigt? Man muss unter Umständen sehr geduldig sein. Auch dieser Hund sollte anfangs nicht lange allein gelassen werden. Es gibt aber auch schon sehr gut erzogene, verwaiste Hunde.

Welche Größe?

Auch die Größe ist eine Überlegung wert.
Große Hunde sind schon allein wegen des höheren Futterbedarfs teurer. Sind Haus oder Wohnung geeignet? Zuviel Treppen steigen ist auf die Dauer zu belastend für die Gelenke. Bis er ausgewachsen ist, sollte er sehr wenig Treppen steigen. Passt er ins Auto? Große Hunde werden später erwachsen und altern früher. Kleine Hunde brauchen genauso Bewegung und Aufgaben wie große- und auch Erziehung. Sie haben den Vorteil, dass sie einfach überall mit hin können und auch unter den kleinsten Tisch im Lokal passen.

Rüde oder Hündin

Auch diese Entscheidung kann schwer fallen, denn beide Geschlechter haben ihre Vor- und Nachteile. Rüden werden größer und schwerer als Hündinnen. Die angeblich größere Charakterstärke ist in Wirklichkeit ihr größerer Unabhängigkeitsdrang. Sie können dominanter sein und typische Rüdenmanieren zeigen, wie Streunen und Revierverhalten. Das sollte man ihnen in frühster Jugend abgewöhnen. Kastration ersetzt keine Erziehung! Ich habe aber auch schon so manche "Rüdin" kennen gelernt und zicken können sie auch nicht schlecht. Ein Nachteil ist zweimal im Jahr die Hitze. Die Hündin zieht fremde Rüden an und manche bricht auch selbst aus. Scheinschwangerschaften können sich einstellen und es kann ungewollte Nachkommen geben.

Mischling oder Rassehund?

Zuerst möchte ich darauf hinweisen, einen Hund nie im Geschäft, auf dem Markt oder bei einem Vermehrer zu kaufen. Diese Art des Hundehandels sollte nicht unterstützt werden.
Es gibt genug süße Mischlinge aus sog. Unfällen und im Tierheim und ausserdem genug seriöse Züchter. Die Züchter sind fast immer Hobbyzüchter, da sie davon nicht leben können. Eine gute Zucht kostet viel Zeit, Geld und braucht Papiere. Die Welpen erleben wichtige Prägephasen, die optimal unterstützt werden sollten. Der Züchter sollte Sie öfter einladen, die Welpen zu besuchen und bei der Wahl des Richtigen helfen. Er sollte Sie über die Rasse, Erziehung und Ernährung beraten. Bei einem Rassehund hat man die größere Gewissheit, wie er ausgewachsen einmal sein wird, wobei natürlich die Erziehung auch eine wichtige Rolle spielt. Und als Familienhund ist nur der Elo geboren. Auch Mischlinge werden oft liebevoll in privater Hand aufgezogen. Meist ist nur die Mutter bekannt oder es kommen nicht nur mehrere Väter in Betracht- es kann auch verschiedene Väter in einem Wurf geben. So kann man die spätere Größe und Eigenschaften nur ahnen, was aber auch recht spannend ist. Ob nun Mischling oder Rassehund, sie sind gleich viel wert! Es liegt in Ihrer Hand, was daraus wird!

Auf dieser Seite habe ich einen interessanten Artikel gefunden. Danke!



  1. Der Vermehrer & Verkäufer
  2. Der Händler
  3. Es werden von Vermehrern massenhaft Hundewelpen der in Mode gekommenen Rasse/Mischling produziert und an schlecht informierte Käufer abgegeben/ bzw. günstig an Händler abgegeben. Der Preis mag zwar im ersten Augenblick günstig sein, die Tierarztkosten die durch solch unkontrollierte Vermehrung entstehen sind aber für die ahnungslosen Käufer weit höher, als der günstige Anschaffungspreis. Für einen Vermehrer ist die Veranlagung seiner "Zuchttiere" Nebensache, ebenso wie die Gesundheit der "Zuchttiere" und die daraus resultierenden Welpen. Die Hauptsache eines Vermehrers sind die Einnahmen durch die Welpen, wo sie im Endeffekt hinkommen ist ihm auch egal, den Profit haben sie ja mit den Verkauf abgeworfen. Der neue Besitzer wird seine Freude meist nicht lange haben, die meisten Tiere der Vermehrer sind Verhaltensgestört(mangelnde Sozialisation) & gesundheitlich beeinträchtigt.

    Es gibt 3 Arten von Vermehrern, Vermehrer die ohne Papiere günstig verkaufen und Vermehrer die mit Papieren(in einigen Fällen gefälscht) verkaufen. Und die Edel/Exklusiv-vermehrer die ihre Edel-Mixe & "seltenen Rassen" ohne Rücksicht auf die Tiere zu horrenden Preisen abgeben, aber ansonsten verhalten sie sich wie die normalen Vermehrer, nur das der Preis sehr hoch ist.

  4. Der Händler bietet viele unterschiedliche Hunderassen sowie Mischlinge an. Die Herkunft ist meist gefälscht. Er holt sich seine Welpen meist sehr günstig von diversen Vermehrern/In & Ausland und verkauft sie dann gewinnbringend weiter. Hauptziel ist wie beim Vermehrer das liebe Geld. Meistens stellt sich der Händler als der Hundeliebhaber Nr. 1 hin, da er seine Tiere angeblich von ausgewählten Hobby/Privatzüchtern hat. Die Haltungsbedingungen sind für die kleinen Tiere meistens nicht artgerecht. Wer einen Hund von Händlern und Vermehrern abnimmt der unterstützt diese rücksichtslose Vermehrung. Meine Bitte an Leute die günstig einen Hund erwerben möchten, am billigsten ist immer noch der Züchter der einen der großen Dachverbänden wie z.B. VDH/FCI etc... angeschlossen ist, hier wird wenigstens kontrolliert(unter Auflagen gezüchtet). Der Anschaffungspreis ist zwar meistens höher, dafür sind die Tierarztkosten niedriger. Züchter geben gerne über die Rassen sowie mögliche Krankheiten die sich entwickeln können Auskunft. Wer günstig einen Mischling sucht der ist bei den Tierheimen/Tierschutzorganisationen am besten aufgehoben, diese Tiere werden tierärztlich untersucht und der neue Hundehalter wird auf mögliche Krankheiten hingewiesen.

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!!!

M.W.
Diesen Text gebe ich zu Verbreitung im Internet offiziel frei.